Spanischer Wein

Spaniens Weinanbaugebiete liegen zum größten Teil auf dem für Weinanbau günstigen Band zwischen dem 40. und 50. Breitengrad der Erdkugel. Außerhalb dieser Zone ist der Weinanbau wegen des ungünstigen Klimas nicht oder nur begrenzt möglich. Spanische Weine sind in der ganzen Welt berühmt. Mehr als 150.000 Winzer produzieren in ca. 5000 Bodegas (Weingütern) auf der größten Rebanbaufläche der Welt, die ca. 1.018.00 ha beträgt, Qualitätsweine. Für Spanien ist der Weinbau für die Wirtschaft ein Sektor von großer Bedeutung. Die Ursprünge des spanischen Weinbaus lassen sich bis ins 2. Jahrtausend vor Christus zurückverfolgen. Nach Spuren der phönizischen Besiedlung und der griechischen Kolonisierung beginnen die Hinweise auf eine systematische Anlage von ausgedehnten Weinbergen. Wer umfangreiche Informationen über spanischen Wein wünscht, kann sich mehr mit diesem Thema befassen.

15 Hauptsorten als rein spanische Traube

Als erste Weingebiete von Bedeutung entwickelten Jerez und Malaga im 16. Jahrhundert einen wichtigen Markt über die Grenzen des Landes hinaus. Obwohl Spanien über die größte Anbaufläche der Welt verfügt, gehört Spanien mit jährlich 35 Millionen Hektolitern nicht zu den Massenproduzenten, denn auf einem Hektar wird hier durchschnittlich bedeutend weniger Wein als anderswo in Europa produziert. Dies ist auf die sehr unterschiedlichen klimatischen Verhältnisse in den spanischen Weinregionen zurückzuführen. In trockenen Gebieten ist eine intensive Bepflanzung mangels Wasser unmöglich und in den Höhenlagen Zentralspaniens erfrieren die Reben. Im Weinbau ist jedoch bekannt, dass die Rebe die kämpfen muss, gute Qualität liefert. Die Palette der spanischen Traubensorten stellt für jeden Experten ein schwer zu durchdringendes Dickicht dar. Wer sich mit den ca. 600 bekannten Rebsorten beschäftigt, wird feststellen, dass es nur 15 Hauptsorten als rein spanische Trauben bezeichnet werden können, die ungefähr 75 % der gesamten Rebfläche ausmachen.

Die edelste Sorte Spaniens

An erster Stelle stehen 2 rote Trauben, die als spanische Rebsorten par excellenc bezeichnet werden können. Dies sind der Tempranillo und der Garnacha. Tempranillo, die wohl edelste Sorte Spaniens ist die rote Hauptsorte, die in den Weinanbaugebieten La Rioja, Ribera del Duero, in Valdepenas und Penedes angebaut werden. Die Garnacha Tinta ist die meist angebaute rote Sorte Spaniens. Weitere bedeutende rote Sorten sind Carinana, Graciano, Tinta de Toro, Mencia, Monastrell und Bobal. Die weißen Sorten Spaniens werden von der galizischen Traube Albarino und dem aus dem kastilischen Rueda stammenden Verdejo angeführt. Die Verbreitung dieser Weine ist beschränkt, doch ihr Potential und ihr unverwechselbarer Charakter rücken in die Spitze der spanischen Weißweine.

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