Monat: Mai 2011

Die Sagrada Família

Dass römisch katholische Kirchen nicht immer alt sein müssen, zeigen in Spanien zahlreiche Beispiele. Die Kirche San Juan Bautista in Arucas auf Gran Canaria wurde beispielsweise von 1904 bis 1917 erbaut, die Kirche Sagrada Família in Barcelona ist bis heute nicht fertig. Und das obwohl mit dem Bau schon 1882 begonnen wurde und nach wie vor an ihr gearbeitet wird. Man schätzt, dass die Arbeiten 2026 abgeschlossen sein werden.

Die Sagrada Família deren vollständige katalanische Bezeichnung „Temple Expiatori de la Sagrada Família“ lautet, übersetzt in etwa „Sühnekirche der Heiligen Familie“, wurde von Antoni Gaudí im neukatalanischen Stil entworfen. Die UNESCO hat bereits Teile von ihr, die Geburtsfassade, die Apsisfassade und die Krypta, in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen, am 7.11.2010 wurde sie von Papst Benedikt XVI. geweiht und hat seitdem den Status einer päpstlichen Basilica minor.

Planung und Bau der Kirche liefen nicht immer ganz problemlos ab. Die Idee für den Bau eines solchen Gotteshauses kam von einem Buchhändler und Autor namens Josep Maria Bocabella. Er gründete 1866 die „Associación Espiritual de Devotos de San José“ und beschloss 1874 selber für den Bau einer großen Kirche nach italienischem Vorbild zu sorgen.

1881 konnte der Verein den Bauplatz erwerben, der Architekt der Diözese, Francesc de Paula del Villar übernahm die Planung des Gebäudes. Er lehnte die Idee einer Replik der Basilika von Loreto in Italien ab und schlug einen eher schlichten neuromanisch-neugotischen Bau vor.

Am 19.03.1882 erfolgte die Grundsteinlegung, der spätere Architekt Antoni Gaudí war dabei anwesend, allerdings noch nicht direkt am Bau beteiligt. Durch ein Zerwürfnis zwischen dem Bauherren und del Villar änderte sich dies jedoch und Antoni Gaudí sollte die Arbeiten weiterführen.

Während er die Krypta noch weitgehend nach den alten Plänen fertigstellte, begann er gleich danach die Entwürfe grundlegend zu überarbeiten. 1885 legte er ein völlig neues Konzept mit den heutigen 18 Türmen vor. Kurz danach versetzte eine besonders große Spende die Bauherren in die Lage, den Plan noch einmal wesentlich zu vergrößern. Bei diesem Entwurf blieb es bis Heute weitgehend, die Ausgestaltung der Details änderte sich allerdings noch des öfteren.

Der Termin der Fertigstellung verzögerte sich deshalb immer weiter, Gaudí hat bis zu seinem Tod 1926 insgesamt 43 Jahre daran gearbeitet. Durch den spanischen Bürgerkrieg gab es dann weitere Verzögerungen, da die Pläne und Modelle beschädigt wurden und erst rekonstruiert werden mussten. 1950 ging es dann weiter, mit den Architekten Francesc Quintana, Isidre Puig Boada und Lluís Gari, die versuchten, Gaudís Entwürfe weitgehend weiterzuführen. Es bleibt also spannend und ob der geplante Fertigstellungstermin eingehalten werden kann, muss sich erst noch zeigen.

Barcelona – Eine Stadt mit vielen Gesichtern

Barcelona ist sicherlich eine der Weltstädte schlecht hin und begeistert seine Besucher immer wieder mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Für jeden Touristen der sich dazu entschließt diese Stadt Spaniens einmal zu besuchen, hält Barcelona zahlreiche Besonderheiten auf Lager.

Was gibt es zu sehen?

Die Stadt im Norden Spaniens begeistert immer wieder durch ihre zahlreichen Kunst- und Bauwerke. Jeder Mensch, der sich ein wenig für die architektonischen und künstlerischen Highlights der Stadt begeistern kann, hält diese vielseitige Unternehmungsmögichkeiten bereit. Hierzu zählen unter anderem die verschiedenen Kathedralen und Museen, aber auch die kunterbunten Innenstädte, welche durch einen besonderen Charme hervorstechen.

Doch auch für Jene, die kein Fan von Kunst und Architektur sind, gibt es die unterschiedlichsten Unternehmungsmöglichkeiten, wie beispielsweise ein Besuch in den Shoppingcentren der Stadt. Hier finden sich die verschiedensten Angebote für Groß und Klein, welche sicherlich jeden Kunden auch im Heimatland noch begeistern werden. Nicht nur regionale Besonderheiten lassen sich hier ergattern, sondern auch unterschiedliche Accessoires und Kleidungsstücke, welche auf dem heimischen Markt weit aus teurer vertrieben werden. Schnäppchenjäger finden hier eine riesige Auswahl.

Und auch für die Touristen, welche sich einen gemütlichen Urlaub machen möchten, bietet die Stadt ein volles Repertoire an Unternehmungsmöglichkeiten. Kleine Parks zum Beispiel locken zu einem gemütlichen Spaziergang und bieten zusätzliche Sitzgelegenheiten um die Sonne Spaniens einfach nur einmal einen Moment lang zu genießen.

Und auch die Strandnähe sollte keinesfalls außer Acht gelassen werden, denn das Meer ist für die meisten Touristen einer der wichtigsten Faktoren. Die tägliche Sonne zu spüren und dabei das Rauschen des Meeres zu genießen ist für einen Barcelona Urlauber eine Selbstverständlichkeit.

Auch für die lieben Kleinen gibt es viele Möglichkeiten einen wunderschönen Tag mit der Familie zu verbringen. So lockt beipielsweise das Aquarium von Barcelona jährlich viele tausende Besucher an und verschönert diesen einen Tag mit seinen unterschiedlichen Meeresbewohnern. Hier kann die Ganze Familie miteinander abtauchen und einen Tag gemeinsam genießen.

Barcelona ist definitiv eine vielseitige Stadt, welche ihren Touristen immer wieder neue Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten anbietet. Die Mischung aus Kunst, Kultur und Moderne ist es, welche immer wieder für Begeisterung sorgt. In Barcelona lernt man nicht nur Spanien in seiner ursprünglichen Form kennen, sondern findet es gleichzeitig in Verbindung mit einem gewissen freundlichen Charme.

Die Stadt mit ihren unterschiedlichen Fassaden und Gesichtern macht es ihren Besuchern keinesfalls einfach die Heimreise erneut anzutreten und sich von dem gastfreundlichen Land und seinen Unternehmungsmöglichkeiten zu verabschieden und zu trennen.